Joey Parker

Der Anblick von Joey weckt in Kyle nichts als schlechte Erinnerungen an ihre furchtbare Vergangenheit. Wie die meisten seiner Freunde von Fire&Ice ist er zu groß, hat zu viel Tinte unter der Haut, aber vor allem hat er viel zu viele Muskeln. Auch wenn er absolut nichts unversucht lässt, um sie kennenzulernen, hält sie ihn lieber auf Abstand.

Bis der riesige, tätowierte Badboy ihr dabei hilft, Kuchen für einen wohltätigen Zweck zu verkaufen. Von da an fällt es auch Kyle schwer, die Mauer, die sie um ihre Gefühle errichtet hat, aufrecht zu erhalten.

Kann es wirklich sein, dass sie sich in ihm getäuscht hat und mehr in ihm steckt?

 

Leseprobe:

1 Prolog

JOEY

 

Nach dem Überfall auf Tia, unterhielt Joey sich mit Luce auf dem Flur des Massachusetts General Hospital. Joey bot ihm an, seine Werkstatt zu führen, bis Luces Frau wieder auf den Beinen war.

Luce war sichtlich überrumpelt von dem Angebot, schien sich aber aufrichtig zu freuen.

"Klar, gern. Wenn sonst noch was …", sagte Joey, unterbrach sich dann mitten im Satz und sah dann über Luces Schulter hinweg dieses anbetungswürdige Wesen auf sich zukommen.

Sie war ungefähr 1,70 Meter groß und gertenschlank. Ihre dunkelbraunen, beinahe schwarzen Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der bei jedem ihrer kleinen Schritte von links nach rechts pendelte.

In dem kurzen Moment, als sie aufsah, scannte er ihr Gesicht. Hohe Wangenknochen, nicht allzu volle Lippen und katzenhafte, dunkle Augen.

Sie nickte Luce im Vorbeigehen zu, wurde aber weder langsamer noch sagte sie ein Wort. Sie schien sogar einen Bogen um sie zu machen.

"Wer ist das?", fragte Joey und reckte den Hals, um ihr noch ein wenig nachsehen zu können.

Doch dann verschwand sie in Tias Krankenzimmer.

"Kyle. Du kennst sie. Julies beste Freundin."

Kennen war eindeutig übertrieben, wenn überhaupt hatte er sie einmal oder zweimal gesehen. Meist aber nur durch die Scheibe einer Autotür. "Stimmt … genau … sah sie immer schon so heiß aus?"

"Falscher Zeitpunkt für blöde Sprüche, Joey. Ich habe sie mir nie genauer angesehen, aber ich kann keine Veränderung feststellen."

"Du hast recht. Tut mir leid … wahrscheinlich bin ich einfach nur zu sehr auf der Suche nach der perfekten Frau für mich", gab er zerknirscht zurück. Manchmal hatte er wirklich kein Taktgefühl.

"Das fällt dir erst jetzt auf? Das hätte ich dir auch bei deinem Faible für Candy und Destiny schon sagen können."

"Ich habe nie ein Faible für Destiny gehabt!" Das stimmte. Destiny war für ihn nie mehr als eine gute Freundin gewesen.

Sie war einfach nur eine einsame, verletzte, junge Frau, die dringend ein wenig Hilfe benötigt hatte. Hilfe, die er ihr nur allzu gern angeboten hatte.

"Nein? Was dann?"

"Destiny ist meine Freundin. Wenn überhaupt habe ich ein Faible für … wie hieß sie gleich?" Wie konnte er überhaupt ihren Namen vergessen?

"Kyle."

"Kyle! Genau, ich habe ein Faible für Kyle. Sobald sie aus diesem Raum kommt, werde ich sie um ein Date bitten", sagte er dann.

"Zum Einen glaube ich nicht, dass das der richtige Zeitpunkt ist …"

"Warum?", unterbrach Joey ihn sofort. Da sah er einmal eine Frau, die ihn wirklich interessierte, und dann das.

"Weil Frauen im Allgemeinen sehr empathisch sind und es ihr sicher schlecht geht wegen Tia."

Joey nickte und verzog den Mund. Verdammt, Luce hatte eindeutig recht. Auch er sollte ein wenig empathischer sein! Im Normalfall konnte er sich sehr gut in Menschen hineinversetzen. Leider fiel diese Fähigkeit in manchen Momenten einfach aus.

"Sorry. Du hast recht. Tut mir leid, Mann. Ich bin nicht ganz auf der Höhe."

"Das ist leicht untertrieben!"

"Ja, wie gesagt, tut mir leid."

"Willst du das zum Anderen noch hören?"

"Klar, immer raus damit", sagte Joey wenig motiviert, weil er sich für sein eigenes Verhalten schämte.

"Okay. Zum Anderen ist sie bereits wieder draußen und mit dem Fahrstuhl nach unten gefahren."

"Verdammt!"

Joey drehte sich blitzschnell um, aber er sah nicht mehr als eine geschlossene Fahrstuhltür.

"Wie hast du das verdammt nochmal mitbekommen?", fragte Joey, nachdem er sich ihm wieder zugewandt hatte.

"Glaubst du im Ernst, ich lasse Tias Tür auch nur eine Sekunde aus den Augen?"

"Nein. Würde ich auch nicht."

"Eben. Verschieb deine Avancen auf ein anderes Mal. Ich muss jetzt nach meinem Mädchen sehen", sagte Luce dann, der langsam ungeduldig wirkte.

"Melde dich, wenn du etwas brauchst."

"Klar, aber mit der Werkstatt helft ihr mir mehr als je erhofft."

"Gern." Joey klopfte ihm auf die Schulter und ging dann in Richtung der Aufzüge.

Mit etwas Glück würde er Kyle noch einholen und ein wenig mit ihr reden können.

Leider war weder in der Lobby noch auf dem Parkplatz etwas von ihr zu sehen.

Verdammt!

 

 

KYLE

 

Sie war mehr als froh, dass sie das Krankenhaus endlich wieder verlassen konnte. Sie hasste Krankenhäuser im Allgemeinen, auch wenn sie Teil ihrer freiwilligen Arbeit bei der Seelsorge waren.

Außerdem kam sie mit all den Fire&Ice Männern, die im Moment wegen Tia dort waren, nicht sonderlich gut zurecht.

Julie hatte ihr zwar ein ums andere Mal versichert, dass egal wie furchteinflößend sie aussahen, man nichts von ihnen zu befürchten hatte. Dennoch hielt sie sich aus Prinzip von ihnen fern.

Sicher ist sicher!

Dann machte sie sich auf den Weg nach Hause. Bei dem Gedanken verkrampfte sich ihr Magen.

Julie und ihr neuer Lebensgefährte Gregor hatten sie bei sich aufgenommen. Damals war ein Zimmer frei gewesen, doch jetzt war Julie erneut schwanger und die beiden würden ihr Zimmer bald als Kinderzimmer brauchen.

Also war es an der Zeit, sich etwas Eigenes zu suchen. Eine eigene, kleine Wohnung für sich ganz allein. Ihr schauderte es, als sie daran dachte.

Stell dich nicht so an!, schalt sie sich selbst. Sie biss die Zähne zusammen und stieg in den kleinen, blauen Ford. Sie würde auf dem Rückweg bei einem Zeitungsstand anhalten und sich ein Anzeigenblatt kaufen. Dann konnte die Wohnungssuche beginnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Wiedersehen – 2 Monate später

 

 

KYLE

 

Mit zitternden Fingern stellte sie den Motor des kleinen Ford Fiesta ab. Unsicher glitt ihr Blick über die neue, weiße Fassade des Gebäudes, in dem das Tattoostudio war.

Kyle träumte seit langem von einem Tattoo, hatte sich aber nie dazu überwinden können, jemanden nah genug an sich heranzulassen.

Bei einem Gespräch mit Tia hatte sie diese Information fahrlässiger Weise herausgerückt. Tia war sofort begeistert von der Idee und hatte ihr kurzerhand einen Termin in diesem Tattoostudio ausgemacht.

Sie kannte den Besitzer und hatte Kyle versprochen, dass sie sich hier absolut keine Sorgen zu machen brauchte.

Kurzfristig hatte Kyle sogar gedacht, es wäre eine gute Idee. Kurzfristig. Jetzt, so nah davor zu stehen, ließ ihren Puls in die Höhe schnellen.

Komm schon, Kyle! Versuch es einfach! Wenn es dir nicht gefällt, kannst du immer noch nein sagen! Sei tapfer, so wie du es Julie und Tia immer predigst!

Sie atmete noch einmal tief ein und streckte ihre Schultern durch.

Jetzt oder nie! Ein zweites Mal würde sie so eine Chance nicht bekommen.

Energisch stieg sie aus und ging auf den Laden zu.

Die Schaufenster waren groß und sauber. Sie konnte die Wände des Vorraums sehen, in dem jeder Zentimeter mit Fotos gepflastert zu sein schien.

Schritt für Schritt wurde sie langsamer und die neu gewonnene Motivation schwand.

Dann entdeckte sie Destiny durch das Schaufenster im Laden. Sie hatte Destiny schon das ein oder andere Mal in Netties Diner gesehen. Die junge Frau sprach mit einem großen, sehnigen Mann, der auf den ersten Blick sehr sympathisch wirkte.

Wenn Kyle das von einem Mann behauptete, dann musste das etwas heißen! War das ihr Tätowierer?

Destiny selbst hatte sie auch als eher zurückhaltend kennengelernt und auch sie schien sich in seiner Gegenwart wohlzufühlen.

Vielleicht konnte es doch noch etwas werden … mit allem ihr zur Verfügung stehenden Mut öffnete sie die Glastür zum Laden.

Ein kleines Glockenspiel ertönte und Kyle betrat zögerlich den Raum.

"Hi, willkommen bei Timeless Tattoos & Piercings", sagte der Mann und lächelte sie offen an.

"Hi … ähm … ich habe einen Termin", antwortete Kyle und sah sich unsicher um.

Destiny winkte ihr. "Hi, ich bin Destiny. Wie heißt du? Dann kann ich nachsehen."

Für Kyle war es nicht verwunderlich, dass Destiny sich nicht an sie erinnerte. Niemand erinnerte sich je an sie, darüber war Kyle mehr als froh.

Dieser Deckmantel der Unscheinbarkeit machte sie nahezu unsichtbar.

"Kyle Broke." Sie blieb neben der Tür stehen, zwang sich aber den Griff loszulassen.

Destiny blätterte einige Male hin und her.

"Hmm … ich habe hier nichts … oder doch. Bist du Tias Freundin?"

"Ja. Sie hat einen Termin für mich ausgemacht."

"Ah super. Die Tätowierung für elf Uhr also."

Der Mann seufzte. "Schade. Ich hatte mich schon fast gefreut heute noch ein bisschen Arbeit zu bekommen."

Kyle legte den Kopf schief. "Sind Sie kein Tätowierer?"

Gleich darauf zuckte sie innerlich zusammen. Wie kam sie nur dazu, einem wildfremden Mann eine Frage zu stellen?

"Nein. Ich pierce nur. Wenn Sie also lieber ein Piercing als Farbe unter die Haut wollen, sind Sie bei mir richtig", sagte er zwinkernd.

Kyle schüttelte stumm den Kopf. Der Mann wollte gerade noch etwas sagen, als die Tür zum Nebenraum heftig aufflog.

Ein ziemlich genervt aussehender Albtraum von einem Mann kam gefolgt von einer blonden Frau heraus.

Er war groß. Bestimmt 1,90 Meter. Sein Rücken war beinahe so breit wie die Tür. Die Arme in dem viel zu engen Shirt sahen eher aus wie Oberschenkel und waren über und über mit Tätowierungen bedeckt.

"Das macht 300 Dollar. Destiny, sie braucht einen 30-Minuten-Termin zum Nachstechen in zwei Wochen", brummte er und stapfte dann durch eine Tür am anderen Ende des Raumes.

Während die junge, glücklich wirkende Frau ihre Rechnung beglich, wandte Kyle sich langsam der Tür zu. Sie hatte sich dafür entschieden, besser kein Tattoo von Mr. Stiernacken zu wollen.

"Woher kennen Sie Tia?", fragte der andere Mann und lächelte freundlich.

Sie konnte ihm ja schlecht nicht antworten und einfach davonrennen … oder?

"Freunde." Naja, viel ausgefeilter war diese Antwort zwar nicht, aber ihr Gehirn war voll und ganz mit ihrem Fluchtplan beschäftigt.

In diesem Moment drückte sich die junge Frau an ihr vorbei und ging fröhlich pfeifend zu ihrem Wagen.

Immerhin scheint er seine Arbeit gut zu machen …, dachte sie und sah der Frau hinterher.

Natürlich machte er seine Arbeit gut, sonst hätte Tia ihn ihr nicht empfohlen!

"Ich schwöre, wenn ich diese Woche noch einen einzigen beschissenen Delfin tätowieren muss, mach ich den Laden dicht!", brummte Mr. Stiernacken, als er zurück in den Raum kam.

"Das kannst du nicht, es ist auch mein Laden und ich bin mir sicher, dass deine nächste Kundin hier keinen Delfin will. Stimmt doch, Kyle, oder?", fragte der Mann gut gelaunt.

Mr. Stiernacken drehte sich zu ihr um und erstarrte. Er sah sie einen Moment lang mit großen Augen an, dann breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus.

Vor ihrem inneren Auge spielten sich Bilder ab, wie sie wie Road-Runner beschleunigte und zu ihrem kleinen Ford rannte.

"Kyle! Wie schön dich hier zu sehen!", sagte er und hörte sich auf einmal gut gelaunt an.

Sie stutzte einen Moment. Woher zum Teufel kannte er sie?

Mit langen Schritten kam er auf sie zu.

Automatisch wich sie schnell rückwärts aus, erst dann fiel ihr auf, dass sie sich damit von der Eingangstür weg bewegte.

Verdammt!

Dann bemerkte sie, dass er mitten in der Bewegung innegehalten hatte und sie ganz und gar nicht mehr lächelnd musterte.

"Alles okay. Komm erst mal mit, dann können wir dein Tattoo besprechen", sagte er ruhig und deutete auf den Raum, aus dem er ursprünglich gekommen war.

Mittlerweile war es beinahe unheimlich ruhig im Raum. Alle Blicke lagen auf ihr, was ihr fast noch unangenehmer war als Mr. Stiernacken gegenüberzutreten.

Kurz wägte sie ab und erinnerte sich selbst daran, dass Tia und Destiny den Mann kannten. Wenn sie nicht alles täuschte, gehörte er zu Fire&Ice, von denen Julie immer behauptete, man könnte ihnen vertrauen.

Vertrauen!, höhnte ihre innere Stimme.

Kyle beschloss, diese zu ignorieren, und ging um das Sofa herum auf den Raum zu. Stiernacken folgte ihr. Seine Präsenz in ihrem Rücken war geradezu greifbar.

Sie stellte sich hinter eine blaue Liege, die mitten im Raum stand.

Auch er betrat das Zimmer, hielt dann mit der Klinke in der Hand inne. "Ich werde sie offen lassen, wenn es für dich okay ist?"

Kyle nickte. So viel Feingefühl hätte sie dem Muskelberg nicht zugetraut, aber sie fühlte sich tatsächlich besser, wenn Destiny noch in Sichtweite war.

Er setzte sich auf einen kleinen, schwarzen Hocker mit Rollen, wirkte aber im Sitzen nicht wesentlich weniger bedrohlich.

Reiß dich zusammen, Kyle!

"Okay, nochmal von vorn", sagte er und lächelte sanft. "Ich bin Joey. Du hast einen Beratungstermin mit mir, stimmts?"

Kyle nickte. Sie musste sich einfach nur anhören, was er zu sagen hatte, danach konnte sie wieder von hier verschwinden.

Kein Problem!

"Wo möchtest du dein Tattoo?"

"Beide Unterarme, Innenseiten."

"Gut. Nicht gerade klein. Da solltest du dir sicher sein", sagte er und lächelte schief.

"Ich will mich nur informieren."

"Schon über das Motiv nachgedacht?" Sie dachte an die Kopie einer Zeichnung von einer bunten Blumenwiese, die sie dabei hatte, war sich aber nicht sicher, ob sie sie Joey zeigen wollte.

"Die eine Seite, die rechte, soll voll schwarzer Tribals sein."

Joey nickte. "Die zweite?"

Sie zögerte. "Eine Zeichnung in Farbe."

"Kann ich sie sehen? Ich brauche sie, um den Aufwand abschätzen zu können."

Sie konnte sich zumindest mal einen Preis sagen lassen.

Also holte sie die Kopie hervor und legte sie auf die Liege.

Joey runzelte die Stirn. "Eine Kinderzeichnung als Tattoo?"

Kyle nickte.

"Von ihrem?"

"Von Ethan", sagte sie schnell.

"Julies Sohn?"

"Ja."

Er drehte und wendete das Papier ein paar Mal, ehe er die Stirn runzelte.

"Kann ich mir deinen Arm einmal ansehen? Ich denke wir werden die Zeichnung ein wenig zuschneiden oder verkleinern müssen, sonst bekommen wir sie nicht schön auf den Arm."

"Verkleinern ja, zuschneiden nein."

"Okay. Also deinen Arm bitte. Am besten setzt du dich auf den Hocker und legst ihn auf die Liege."

Einen Moment zögerte sie und schielte noch einmal zu Destiny, dann zog sie den zweiten Hocker heran und legte den Arm auf die Liege.

Joey rollte näher, griff so federleicht wie sie es niemals von so einem Muskelpaket erwartet hätte nach ihrem Arm und schob dann die weite Bluse nach oben.

Die Berührung seiner rauen Finger ließ ihre Haut kribbeln. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, aber sie war sich nicht sicher, ob aus Angst oder … oder was?

"Innenseite?", fragte er ruhig und noch bevor sie antworten oder reagieren konnte hatte er ihre Hand bereits gedreht.

Sie spürte den Moment, in dem er die lange, senkrechte Narbe sah, die sie mit den Tätowierungen überdecken wollte.

Dann wurde sein Griff plötzlich fester. "Verdammt!", knurrte er.

Kyle zerrte an ihrem Arm, wollte ihn freibekommen, doch sein Griff war unnachgiebig wie eine Handschelle.

"Was …?", begann er, ohne Anstalten zu machen, sie loszulassen.

Blanke Angst überkam sie.

Sein Gesicht war wütend, sein Griff unerbittlich. Kyle packte ihre Handtasche fester und schlug sie ihm mit voller Kraft auf das Handgelenk.

"Autsch!"

Da lockerte sich sein Griff endlich und sie konnte ihm ihre Hand entziehen.

Schnell stand sie auf und machte einige Schritte von der Liege weg.

Das Blut rauschte durch ihre Adern und sie spürte, wie sie am ganzen Körper zitterte.

"Ich … ich habe mich anders entschieden. Danke", stotterte sie und ging dann so schnell wie möglich zur Tür. Vor Zittern wäre sie dabei beinahe über ihre eigenen Füße gefallen.

"Kyle warte! Ich wollte …"

"Schon okay. Hat sich erledigt." Sie lächelte Destiny angestrengt an und verließ fluchtartig das Gebäude. Nur schnell weg hier!